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Arbeitstreffen Schultheater
März 6, 2010
SpielArt berichtet täglich aktuell mit Aufführungskritiken und Fotos aus der engagierten Sicht von Schülerinnen und Schülern
5. Tag: 5. März 2010 in der Luise-Henriette-Oberschule
Präsentation der Werkstatt-Ergebnisse
Anders als es das poppige, mit Filzstift gestaltete Plakat vermuten lässt, waren die Ergebnisse der Schülerwerkstätten durchaus sehenswert. Es wurde getanzt, geschminkt und geschrien.
Vier Werkstätten, die in diesem Jahr an nur einem Tag stattfanden, unterhielten äusserst kurzweilig
das leider sehr spärliche Publikum im Fontane-Haus in Reinickendorf. Den Auftakt bildete die Werkstatt „Schminken“, die unter der
Leitung von Tamara Zenn bewies, dass auch dieses Handwerk, das sonst eher im Hintergrund agiert, durchaus präsentationsfähig ist. Es wurde der Schminkprozess begleitend dokumentiert, in dem die Schülerinnern, ihre Gesichter vielfältig und farbenfroh (im Thema des venezianischen Karnevals) mit aufgemalten Masken schmückten. Zur rhythmischen Musik wendeten sich die Schülerinnen zum Publikum um, gaben so ihr kriegerisch anmutendes Antlitz preis und entließen uns in die Präsentation der nächsten Werkstatt.
Diese wurde von Michaela Benn geleitet und beschäftigte sich mit dem Sprechen auf der Bühne. Sie bediente sich dabei verschiedenster textlicher Vorlagen, die von Shakespeare über Heine bis hin zu modernen Songtexten reichten. Kaum eine stimmliche Möglichkeit blieb ungenutzt. Es wurde gelallt, berlinert, sich über fehlende Liebe angeschrien, und auch das angedeutete Urinieren auf die Bühne sorgte für Heiterkeit im Publikum.
Im Anschluss bot uns die Gruppe der Bewegungsimprovisation unterlegt mit Hip-Hop-Klängen einen Mix aus Musikvideo und Yogastunde. Die Spieler räkelten sich, gymnastisch anmutend, durch alle Ebenen des Bühnenraums und bewiesen in den synchron ausgeführten Szenen ein für die geringe Vorbereitungszeit überraschend hohes Maß an Disziplin. Die lockeren Hüftschwünge des Männerquartetts regten dann sogar einige Damen im Zuschauerraum zu spontanen Beifallsbekundungen an.
Den fulminanten Abschluss bildete die Gruppe Mime und Pantomime, die die Bühne in ein Museum verwandelte, in der die griechischen Mythenfiguren plötzlich zum Leben erwachten. Die Medusa durfte dort natürlich ebenso wenig fehlen wie das Öffnen der Büchse der Pandora.
Ein wohl nicht nur für die spielenden Schüler interessanter Abend!
Text und Fotos: Denis Hegel Herzlichen Dank!
Topics: Allgemein, Festivals, Fortbildungen und Workshops, Schule macht Theater |
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März 6th, 2010 at 10:27
Sehr Schade das die Werkstätten dieses jahr so kurz ausgefallen sind. Irgendwie fehlt da was in der LHS wärend dem Arbeitstreffen. Bleibt zu hoffen das dies dieses Jahr nur eine Ausnahme war und es im nächsten wieder traditionell in der Schule stattfindet.
Aber ist ja doch was schickes bei rausgekommen am ende. Bei der doch eher kurzen vorbereitungszeit durchaus lobens und anerkennungswert!
nebenbei, wer kommt auf die idee das, dass Plakat mit Filzstift gemalt wurde? Ziemlicher Unsinn
Ich würde mal behaupten das das diesjährige Plakat um längen aufwendiger gestaltet wurde als es mit Filzstift möglich wäre.