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Arbeitstreffen Schultheater

März 5, 2010

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SpielArt berichtet täglich aktuell mit Aufführungskritiken und Fotos aus der engagierten Sicht von Schülerinnen und Schülern

4. Tag: 4. März 2010 in der Luise-Henriette-Oberschule

MIKE ZULIEBE (Katholische Schule Salvator)

mike_zuliebe.jpgEin Rednerpult, ein Oberst und eine Bühne. Dann klassische Musik und Schatten, die sich über den weißen Vorhang bewegen. Zuerst regt sich nur einer. Arme und Beine schwingen unnatürlich, Bucklige und Riesen bewegen sich zur Musik. Wo bin ich hier gelandet? – Eine Frage die sich auch dem Zuschauer stellt, der sich ins Geschehen integriert fühlt.

Nicht nur, als der Oberst in seiner Trauer Trost im Zuschauerraum sucht, dazu die Bühne verlässt und damit aktiv mit den Zuschauern spielt, fühlen sich diese der Situation nahe. Während der Weihnachtsansprache haben sie das Gefühl, selbst zum Kollegium zu gehören oder Patienten im Institut zu sein. Zwar wird mit dem Publikum mehrfach gesprochen, diesem jedoch keine Rolle zugedacht, so dass ihm die eigene Bedeutung nicht ganz klar wird.
mike_zuliebe2.jpgLeider wurde der Raum nicht bestmöglich ausgenutzt, wodurch keine klaren räumlichen Grenzen zu erkennen waren, welche vor allem bei der zweigeteilten Bühne wichtig gewesen wären. Von den Schauspielern war häufig nur das Profil zu erkennen, wodurch viel Spielpotenzial verschenkt wurde. Das volle Potenzial wurde jedoch bei den Ebenen ausgenutzt. Alle drei Ebenen wurden zu gleichen Teilen bespielt und die vielen Wechsel machten das Bild lebendig und für den Zuschauer interessant. Auch mit der Rhythmisierung wurde sehr gut gearbeitet. Die Figur der Miss Katz wirkt durch die Darstellung von zwei Schauspielern, die synchron die gleichen Bewegungen ausgeführt haben, wie eine Puppe. Für die Dynamisierung hat sich am Anfang eine gute Gelegenheit geboten, die leider nicht genutzt wurde. Hingegen wurde im Spiel von der Figur des Obersts mehrfach gut dynamisiert.
Im gesamten hat der Kurs Darstellendes Spiel der Katholischen Schule Salvator unter der Leitung von Matthias Stuchtey ein überwältigendes Stück auf die Beine gestellt. Da nur mit wenig Requisiten und imaginären Gegenständen gearbeitet wurde, wurde die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf das Wesentliche gelenkt und er war am Ende immer noch komplett auf das Stück fixiert  und fragte sich beim Verlassen des Raumes, was er nun wirklich gesehen hatte.
Saskia Dohrmann (11. Klasse, Anne-Frank-Oberschule)

Die Fotos hat Denis Hegel gemacht. Ihm und den Rezensentinnen und Rezensenten sagen wir im Namen der Leserinnen und Leser einen herzlichen Dank.

Topics: Allgemein, Festivals, Schule macht Theater |

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