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Hans-Thies Lehmann: Postdramatische Theaterpädagogik?

Januar 10, 2010

1. Berliner Gespräch zur Theaterpädagogik 2010:

Prof. Dr. Hans-Thies Lehmann:

„Theaterpädagogik im postdramatischen Theater“

Sonntag, 24. Januar 2010, 11.00 Uhr, Raum 201, Universität der Künste (UdK), Bundesallee 1 - 12, U-Bhf. Spichernstraße, Eintritt frei

Die Verfahren der Theaterpädagogik und ihre Wirkungsabsichten sind an den traditionellen dramatischen Formen des abendländischen Theaters entwickelt worden. Jedoch schon seit den Zeiten der Neo-Avantgarde machen sich zunehmend theatrale Formen auf den Bühnen breit, die die Theatertheorie versucht mit dem Begriff „POSTDRAMATISCHES THEATER“ zu fassen. Vor dieser Entwicklung des Theaters stellt sich für die Theaterpädagogik die Frage, ob die herkömmlichen Verfahren noch anwendbar und ob die beabsichtigten Wirkungsweisen mit den postdramatischen Formen zu erreichen sind. Wir haben zum Thema

„Theaterpädagogik im postdramatischen Theater“
Prof. Dr. Hans-Thies Lehmann
eingeladen.
Mit seinem 1999 unter dem Titel „Postdramatisches Theater“ veröffentlichten Buch hat er als einer der ersten versucht „eine ästhetische Logik des neuen Theaters zu entfalten“ sowie „einerseits die Theaterentwicklung des 20. Jahrhunderts in eine Perspektive zu rücken, die sich von den offenkundig noch schwer kategorisierbaren Entwicklungen des neuen und neuesten Theaters inspirieren lässt“ und „andererseits der begrifflichen Erfassung und Verbalisierung der Erfahrung mit diesem oft ‚schwierigen’ Theater der Gegenwart zu dienen und so dessen Wahrnehmbarkeit und Diskussion zu befördern“.
Die Moderation hat Prof. Dr. Ulrike Hentschel/UdK
Hans-Thies Lehmann ist Professor für Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main. Er war Gastprofessor an verschiedenen Universitäten von Paris, in Kaunas/Litauen, Krakau und der University of Virginia (USA). Zu seinen wissenschaftlichen und dramaturgischen Aktivitäten gehören u.a. die Mitarbeit an einem Österreichisch-japanischem Theaterprojekt in Tokyo, Dramaturgien für die Regisseure Jossi Wieler, Peter Palitzsch, Christof Nel, Theodoros Terzopoulos und eigene szenische Projekte.
Publikationen (Auswahl): Beiträge zu einer materialistischen Theorie der Literatur (1977); Subjekt und Sprachprozeß in Bertolt Brechts “Hauspostille”. Texttheoretische Lektüren (1978); Bertolt Brechts “Hauspostille” - Text und kollektives Lesen (zus. mit Helmut Lethen, 1978); Theater und Mythos. Die Konstitution des Subjekts im Diskurs der antiken Tragödie (1991); The Brecht Yearbook, Band 17. Der Andere Brecht. (1992, Hg. zus. mit Renate Voris); Arbeitsfelder der Theaterwissenschaft. Forum modernes Theater. Bd. 15, (1994, Hg. zus. mit Erika Fischer-Lichte und Wolfgang Greisenegger); Postdramatisches Theater (1999). Das politische Schreiben. Essays zu Theatertexten (2002). Heiner Müller Handbuch (2004, Hg. zus. m. P. Primavesi). Etc…

Vorankündigung
Das 2. Berliner Gespräch zur Theaterpädagogik 2010 findet statt
am Dienstag  2. Febr. 2010, 19.00 Uhr,
im Café CoCo im KREATIVHAUS, Fischerinsel 3, 10179 Berlin.

Gast ist Paul Binnerts (Amsterdam, Berlin, New York). Er spricht über sein Konzept eines “Real Time Acting/Theater” (’post-episches’ Theater) - “Theater in der Echtzeit”.
Moderation: Gerd Koch

Eine Veranstaltung der LAG Spiel und Theater Berlin, des Instituts für Theaterpädagogik der UdK und der Gesellschaft für Theaterpädagogik.
Koordination: Lambert Blum, Ulrike Hentschel, Gerd Koch.

Topics: Allgemein, Fortbildungen und Workshops, Theaterpädagogik |

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