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25. Jubiläum der Schattenlichter
Januar 4, 2010
25 Jahre „Schattenlichter“:
Theatergruppe „Schattenlichter“ spielt Oscar Wildes „Idealen Gatten“
Vor 25 Jahren wurde die Theatergruppe “Schattenlichter” von rund 20 Konfirmanden der Paulus-Gemeinde Zehlendorf mit einem weihnachtlichen Schattenspiel begründet - zum 25. Geburtstag der „Schattenlichter“ wird Anfang März im Gemeindehaus am Teltower Damm die 23. Inszenierung der rührigen Gruppe zu sehen sein: „Ein idealer Gatte“ von Oscar Wilde.
Als am 19. Dezember 1985 rund 20 Konfirmanden in der Paulus-Gemeinde Zehlendorf ein weihnachtliches Schattenspiel aufführten, konnte noch niemand ahnen, dass der Gruppe eine lange Zukunft beschert sein würde. Doch aus Konfirmanden wurden Erwachsene, aus Schattenspielen wurden abendfüllende Dramen, manche Spieler gingen, andere kamen – und plötzlich feiert die Theatergruppe „Schattenlichter ihr 25-jähriges Bestehen!
Der Name „Schattenlichter“ wurde am 23. Mai 1986 ins Leben gerufen. Elke Brumm, inzwischen das dienstälteste Mitglied der Laienspielgruppe, war zu diesem Zeitpunkt gerade seit sechs Wochen mit von der Partie. „Damals verstanden wir uns noch als reine Schattenspielgruppe, aber noch nicht als Theatergruppe“, erinnert sie sich. „Das kam erst 1988, als wir nach fünf Schattenspielen und kleinen im Gottesdienst aufgeführten Theaterstücken beschlossen, ein abendfüllendes Stück aufzuführen: Dürrenmatts „Besuch der Alten Dame“.“ Da traf es sich gut, dass die Paulus-Gemeinde in Zehlendorf-Mitte über eine große Bühne und einen Saal mit guter Akustik verfügt.
Eine feste Spielstätte war nun gefunden. Die Aufführungen der „Alten Dame“ im Januar 1989 gelangen, und seither haben die „Schattenlichter“ 22 Stücke aufgeführt – von Frisch, Shaw, Wilde, Ionesco, Molière und anderen großen Autoren. Das 23. Stück zum 25. Geburtstag der „Schattenlichter“ wird Anfang März im Gemeindehaus am Teltower Damm 4 – 8 zu sehen sein: „Ein idealer Gatte“ von Oscar Wilde. Seit zehn Jahren sind die „Schattenlichter“ und ihre lange Chronik im Internet zu finden, unter www.schattenlichter.info.
Zur Tradition der „Schattenlichter“ gehört, dass jedes Stück nur dreimal aufgeführt wird, damit das Hobby nicht zum Stress wird. Daher empfehlen sich Kartenvorbestellungen unter 8 111 333 oder schattenlichter@gmx.de bzw. Kartenvorverkauf in der Küsterei (26. Januar bis 2. März). Nach der Aufführungsreihe gönnen sich die „Schattenlichter“ 14 Tage Pause, und dann wird das nächste Stück ausgewählt, das nach wöchentlichen Proben ein Jahr später zu sehen sein wird – zum 26. Geburtstag …
Ein weiterer Grundsatz: Die Eintrittskarten dürfen nicht mehr als 5 Euro kosten. Damit möchten die „Schattenlichter“ Theater für jedermann zugänglich machen. Sämtliche Spenden stellen die „Schattenlichter“ der Paulus-Gemeinde zur Verfügung, um die erheblichen Heizkosten in dem elf Meter hohen Saal des Dreißigerjahre-Gemeindehauses zu finanzieren.
Auch das Prinzip der Gemeinsamkeit gehört zu den Grundfesten der Gruppe: Die „Schattenlichter“ erarbeiten die meisten Stücke ohne Regisseur. Wer also gerade nicht aktiv auf der Bühne steht, gibt als Beobachter seine Verbesserungsvorschläge und Ideen ab. Auch das Bühnenbild wird seit einigen Jahren von mehreren Spielern entworfen und von allen „Schattenlichtern“ gemeinsam ausgeführt. Für Requisiten und Kostüme gibt es Koordinatoren, die die Aktivitäten aller zusammenführen und überblicken.
Der „ideale Gatte“ ist der erfolgreiche Abgeordnete Sir Robert Chiltern für seine Frau Gertrude. Zusammen sind sie das Vorzeigepaar der High Society – moralisch absolut integer, prinzipienfest, aber etwas langweilig, was den Amüsierfaktor auf ihren Partys betrifft. Doch die Gefahr bei Idealen: Sie können zerstört werden. In diesem Fall durch einen verräterischen Brief, der einen dunklen Flecken auf Chilterns ansonsten so weißer Weste zutage fördert: Besagter Brief befindet sich in den Händen der skrupellosen Mrs. Cheveley. Sie erpresst Chiltern, ihr bei einem betrügerischen Projekt zu helfen, und Chiltern riskiert lieber einen Skandal, als seiner geliebten Frau die Wahrheit zu sagen. Da trifft es sich gut, dass Chiltern in dem Dandy Lord Goring einen guten Freund und Ratgeber hat. Aber das Stück wäre nicht von Oscar Wilde, wenn es nicht noch zahlreiche Verwicklungen, Affären und amüsante gesellschaftskritische Dialoge enthielte …
„Ein idealer Gatte” wird am Donnerstag, Freitag und Samstag, dem 4., 5. und 6. März zu sehen sein, jeweils um 20 Uhr im „Großen Saal“ des Gemeindehauses, Teltower Damm 4 – 8. Karten für fünf Euro gibt es bis zum 2. März in der Küsterei im selben Gebäude (montags und mittwochs zwi-schen 10 und 13 Uhr, donnerstags zwischen 16 und 19 Uhr). Da die „Schattenlichter“ häufig ausverkauft sind, wird Vorbestellung empfohlen: nicht in der Küsterei, sondern ab sofort unter der Telefonnummer 8 111 333, per Fax unter 84 72 49 77, per E-Mail unter schattenlichter@gmx.de und im Internet unter www.schattenlichter.info.
Bildmaterial:
• Die Theatergruppe „Schattenlichter“ – Gruppenbild 2009
Foto: Dieter Moews,
• Immer volles Haus – der gut besuchte „Große Saal“ im Gemeindehaus Teltower Damm 4 – 8
Fotos: Christof Brumm,
• Aus der Chronik:
“Schattenlichter“ im Juni 1986 in der Pauluskirche („Himmel und Hölle“)
Foto: Chronik der „Schattenlichter“,
“Schattenlichter“ Dezember 1986 in Rangsdorf (zur Aufführung von „Wir sind gefragt“), Foto: Chronik der „Schattenlichter“,
“Schattenlichter“ Januar 1989 im „Großen Saal“ („Der Besuch der Alten Dame“), Philip Trillmich und Jochen Zigan als alte Herren, Foto: Chronik der „Schattenlichter“,
“Schattenlichter“ Januar 1989 im „Großen Saal“ („Der Besuch der Alten Dame“), Tobias Braun als Polizist und Philipp Welter als Alfred Ill, Foto: Elke Moews,
Topics: Allgemein, Amateurtheater, Theater in der Kirche |
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